Umweltminister Untersteller besucht Ersinger Naturschutzgebiet „Springenhalde“

Der Grüne Landesumweltminister Franz Untersteller hat das Naturschutzgebiet Ersinger Springenhalde besucht. Gemeinsam mit Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder, Bürgermeister Udo Kleiner, der Landtagsabgeordneten Stefanie Seemann, Gemeinderätin Christine Fischer, Vertreter des Nabu  und anderen, konnte er sich beim Spaziergang vom Erfolg des Projekts „Stehenlassen von Altgrasstreifen/-inseln zur Förderung der Artenvielfalt“ überzeugen. Alina Schulz forschte im Rahmen ihrer Masterarbeit an der PH Karlsruhe zu Altgrasstreifen in Naturschutzgebieten, analysierte dort speziell das Heuschreckenvorkommen und stellte ihre Ergebnisse vor.

Foto: Alina Schulz mit einer Gottesanbeterin

Altgrasstreifen sind ein Beispiel von differenzierter Pflege. Was man manchmal als unsauber oder Unkraut bezeichnet, beherbergt eine sehr große Vielfalt, bietet Nahrungsangebot, Schutz und Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen.  Im Altgrasstreifen singen Grünes Heupferd, Nachtigallgrashüpfer, langflügelige Schwertschrecke und die Schiefkopfschrecke,  manche bis in die Abendstunden ihr Lied. Die Landschaftspflege in Springenhalde, die in Zusammenarbeit mit Landwirten umgesetzt wird, soll auch Vorbild für andere Flächen sein, um so die biologische Vielfalt zu fördern.

Seemann zeigte sich erfreut über den Besuch des Umweltministers im Enzkreis. „Der Erhalt von Arten ist entscheidend für den Erhalt unserer Kulturlandschaft. Gerade Insekten bedürfen als Bestäuber unserer Aufmerksamkeit,“ stellt die Grüne fest. Altgrasstreifen seien eine einfache und preisgünstige Art, Insekten effektiv zu schützen. Auch spätblühende Pflanzen bekämen so die Chance, auszublühen und sich so weiter zu verbreiten. „Das Projekt zeigt uns ganz konkret, hier bei uns vor Ort, wie wir dem Artenschwund entgegenwirken können“, freut sich Christine Fischer.

Die Landesregierung unterstützt mit dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt Projekte zur Förderung von Altgrasstreifen in den Jahren 2020 und 2021 mit jeweils 50.000 Euro pro Jahr und Regierungsbezirk.

Im nächsten Sommer ist eine Exkursion für die Kämpfelbacher*innen anvisiert.

Foto: Christine Fischer, Franz Untersteller, Stefanie Seemann, Alina Schulz

Christine Fischer

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